Vorbereitung der Kampagne AKtive KUnst

Erste große Treffen zur Vorbereitung der Kampagne

März 5

Haus der Statistik
Otto-Braun -Straße, 10178 Berlin

In Berlin gibt es einen Ateliernotstand – und die Kulturverwaltung will diesen alleine lösen. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass ihr das nicht gelingt. Viel zu spät erst haben die politisch Verantwortlichen die absehbaren Entwicklungen ernst genommen und versuchen nun zaghaft, das Ruder von Privatisierung und Neoliberalismus in Richtung Erhaltung von Flächen für die Kunst herumzureißen.

Die aktuelle Problematik stellt sich folgendermaßen dar:

1. Die Erschaffung der von der Kulturverwaltung neu geplanten Struktur für Arbeitsräume (das sogenannte “Kulturraumbüro 2.0”) dauert mindestens bis Sommer 2020. Der Ateliernotstand herrscht aber jetzt.

2. Der Übergang bis zu dieser Struktur ist im besten Falle unklar und geht somit auf Kosten der Künstler*innen dieser Stadt.

3. Neue Flächen werden zunehmend am Bedarf der Künstler*innen vorbei entwickelt – zu klein, zu teuer, zu niedrig, zu weit draußen: So sieht schon jetzt die gängige Praxis der Kulturverwaltung aus, welche zunehmend gegen den ausdrücklichen Rat des Atelierbüros agiert.

4. Die Kulturverwaltung möchte die Atelierförderung von einer Infrastrukturförderung zu einer Einzelförderung von Künstler*innen umgestalten. Dieses bedeutet auch, dass der tatsächliche Bedarf nach unten kalkuliert werden kann, wenn die Senatskulturverwaltung etwa davon ausginge, dass nur ein Bruchteil der Künstler*innen förderungswürdig sind und die Mietepreise steigen werden.

Ihr seid daher alle dringend aufgefordert, diese Entwicklung aufzuhalten und die Raumpolitik der Stadt mitzugestalten: Wir gründen die Gruppe AKKU – AKtive KUnst – Aktionsgruppe bildender KünstlerInnen, um mit einer Kampagne Einfluss auf die katastrophale Lage zu nehmen – schliesst Euch uns an!

Lasst uns treffen, uns möglichst breit aufstellen, um ein wirksames Signal aus der Kunstszene zu setzen.

Wir wollen der kooperativen Gesprächskultur eine Frischzellenkur verpassen und gemeinsam Widerstand zeigen! Unser Ziel: politischen Entscheidungsträger*innen im Kultursenat und Parteivertreter*innen im Abgeordnetenhaus nahelegen, welchen Raumbedarf wir haben – und wie dringend der jetzt schon ist.

Lasst uns unsere Vorstellung von Zusammenarbeit konstruktiv, provokativ und in klarer Bildsprache sichtbar machen.

Lasst uns die möglichen Formate, Slogans und Aktionen am 5.3. zusammen erarbeiten, ergänzen und konkretisieren.